Der Ort für das Dokumentationszentrum liegt am Übergang zwischen Lohsepark und Ufersaum zum Ericusgraben. Er ist von zahlreichen Stadtperspektiven erlebbar – mit Nah- und Fernwirkung aus unterschiedlichsten Höhenniveaus. Der Ort ist auch in historischer Sicht prägnant am „Drehpunkt“ zwischen den ehemaligen Gleisanlagen und der Ericusbrücke, einer früheren Drehbrücke. Mit unserem Entwurf für den neuen Solitär nehmen wir Bezug auf die Erinnerungslandschaft für den Hannoverschen Bahnhof mit der Fuge und dem Abdruck des Lohseplatzes, auf die unterschiedlichen Geometrien der historischen Schichten und der heutigen Stadt, auf die zahlreichen Blickwinkel und Sichtbeziehungen und auch auf das ehemalige Zollhaus als Pendant am gegenüberliegenden Ufer des Ericusgrabens. Zentrale Idee für das Dokumentationszentrum Hannoverscher Bahnhof ist der Baukörper als Fragment mit seiner Ausrichtung der Hauptfassaden zum ehemaligen Hannoverschen Bahnhof. Die Eingangsseite spiegelt das Portal des Bahnhofs als Sichtbetonskulptur und gibt als narratives Element die Dimension der Fassadenordnung vor. Der umlaufende Baukörper mit facettenreicher Geometrie erhält eine helle Sichtbetonfassade mit großzügigen Fensteröffnungen an besonderen Blickpunkten.
DOKUMENTATIONSZENTRUM HANNOVERSCHER BAHNHOF
HOCHBAULICHER REALISIERUNGSWETTBEWERB 2022
AUSLOBERIN Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte, Hamburg, Harm Müller-Spreer, Berlin
TRAGWERKSPLANUNG panta ingenieure, Hamburg
LICHTPLANUNG notholt lighting design
BGF 1.522qm







